Portraitfotografie neu definiert

 

Portraitfotografie FlensburgSichtweisen und Wahrnehmungen wieder zu verändern und auffällig zu gestalten ist eine Aufgabe die ich im Herbst des vergangen Jahres aufgriff und die mich den ganzen Winter hindurch beschäftigt hat. Viele Eyecatcher in der Fotografie werden meist über extreme Location oder besondere Farben oder auch fotografische Filter erzeugt. Außergewöhliche oder einfach andere Bilder entstehen aber auch, wenn man “KLEINIGKEITEN” verändert. In diesem Fall war es die Grösse der Fläche auf der ein Bild entsteht.  Die wirkliche Schärfentiefe visuell so zu verändern das ein kurzer, wirklich scharfer Bereich, mit einem kurzen Übergang in eine wirkliche Unschärfe entsteht,  war das angestrebte Ziel. Dabei sollte aber der unscharfe Bereich nicht wie “Milchglas”, sondern interessant aussehen und der Aufnahmewinkel auch nicht kleiner werden, was bei langen Teleobjektiven der Fall ist. Anfänglich experimentierte ich noch über Filter, was aber immer irgendwie falsch aussah. Die verschiedenen Elemente in einem Foto sind ja in die Tiefe gestaffelt, wie viele Brotscheiben hintereinander. Dabei überlagern sie sich teilweise, was ein Filter, welcher Art auch immer, nicht berücksichtigen kann. Also mussten andere Lösungen her. Das Experiment ging über verschiedene Etappen, die letztlich aber in einer Vergrösserung der Bildfläche endete. Große “alte” Kameras haben neben den modernsten digitalen Kameras ab sofort wieder ihre Berechtigung in meinem Wirken. Das Ergebnis ist eine Fotografie, die völlig unbearbeitet die Anmutung eines gemalten Bildes hinterlässt.